Archiv für die Kategorie ‘Reiseberichte’

Unterwegs mit einem Reisepartner: die Vor- und Nachteile

Mittwoch, 23. November 2011

Urlaub zu zweit mit einem Reisepartner, mit mehreren Reisepartnern in der Gruppe oder doch allein? All diese Reisevarianten haben natürlich Vor- und Nachteile. Manche Leute können es sich überhaupt nicht vorstellen, ohne Reisepartner loszuziehen, andere wiederum genießen die Ruhe und das Alleinsein.

Denn wer ohne Reisepartner verreist, muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Es kann zu keinen Unstimmigkeiten mit dem Reisepartner kommen, was die Tagesplanung betrifft, man muss sich im Vorhinein nicht auf eine gemeinsame Urlaubszeit mit dem künftigen Reisepartner einigen… Viele Leute nutzen den Urlaub also, um einfach einmal allein zu sein. Braucht man während des Urlaubs Gesellschaft, so muss man ihnen zufolge nicht mit einem Reisepartner verreisen – man lernt auch auf der Reise neue Menschen kennen.

Andere Leute sind hier ganz gegenteiliger Meinung. Für sie ist ein Urlaub mit einem oder mehreren Reisepartnern ein Muss. Alleine schon deshalb, weil es ihnen viel mehr Spaß macht, gemeinsam mit dem Reisepartner den Urlaub zu planen. Auch die Reise selbst ist für sie mit einem Reisepartner nicht nur schöner, sondern auch unkomplizierter. Wer mit einem Reisepartner den Urlaub antritt, kann sich im Urlaub über kulturelle Gegebenheiten im Land austauschen, kann sich mit dem Reisepartner ein Hotelzimmer teilen, wechselt sich am Steuer des Mietwagens mit dem Reisepartner ab usw. Ein Reisepartner kann auch kurz einmal auf das Gepäck Acht geben, wenn man selbst auf die Toilette muss und wenn ein Reisepartner die Straßenkarte liest, kann dies auch große Vorteile haben. Das alleine spricht natürlich nicht nur für die Reise mit einem Reisepartner.

Die meisten Leute finden es einfach viel schöner, entweder mit einem Reisepartner oder mehreren Reisepartnern zu verreisen. Denn so kann man viele Dinge gemeinsam mit seinem Reisepartner erleben und sich auch darüber austauschen.

Angeln am Chiemsee

Freitag, 25. Februar 2011

Im Sommer letzten Jahres mieteten wir uns ein kleines Ferienhaus am Chiemsee in der Nähe der Ortschaft Chieming im Landkreis Traunstein. Die Buchung führten wir in einem Internet-Ferien-Portal durch, was auch wunderbar geklappt hat. Vor unserer Reise hatten wir uns über den See ebenfalls im Internet etwas kundig gemacht und erfahren, dass der Chiemsee den Beinamen „Bayerisches Meer“ trägt und wohl der drittgrößte See in Deutschland ist.

Schon die Fahrt zu unserem Urlaubsdomizil konnten wir genießen. Als wir uns auf der Autobahn A 8 unserem Urlaubsziel näherten, fuhren wir etliche Kilometer direkt am Ufer des Sees entlang und bekamen im Schein der untergehenden Sonne bereits einen Eindruck von der Schönheit des Sees. Das Panorama der Alpen rechterhand rundete das „Gesamtkunstwerk“ ab.

Als die Sonne bereits hinter dem Horizont stand, erreichten wir unser Ferienhaus und der Vermieter wartete bereits auf uns zur Schlüsselübergabe. Das Haus war klein aber fein und hatte alles Nötige, was man für einen einwöchigen Urlaub eben so braucht. Bevor der Vermieter wieder ging, nutzte ich die Gelegenheit, ihn über die Angelmöglichkeiten im See auszufragen. Er meinte, mit dem Angeln hätte er es nicht so, gab mir aber die Telefonnummer eines Bekannten, der Mitglied im Anglerverein war.

Anderen Tags unternahmen wir aber erst einmal einen Ausflug zur Fraueninsel und zur Herreninsel, die von Chieming aus mit Ausflugsbooten angesteuert werden. Auf der Herreninsel besichtigten wir das Schloss Herrenchiemsee und auf der Fraueninsel das Kloster Frauenwörth. Während dieses Ausfluges wurde ich mir der Größe des Chiemsees bewusst, er trägt tatsächlich nicht zu Unrecht seinen Beinamen „Bayerisches Meer“. Während unserer Fahrt begegneten wir einer Unzahl von Segelbooten. Das Segeln scheint hier ein Volkssport zu sein (wenn man genügend Kohle hat, sich ein Boot zu leisten).

So ganz nebenbei erfuhr ich, dass der gesamte See von einem Ringkanalsystem umfangen wird. Dieses verhindert das Einschwemmen von Dünger. Vor der Inbetriebnahme des Ringkanals wurden wohl jährlich über 100 Tonnen Phosphate in den Chiemsee eingetragen und verursachten eine Überdüngung und vermehrtes Pflanzenwuchs.

Mit dem Angeln wurde es während unseres Kurzurlaubes nicht viel. Lediglich an einem Nachmittag und Abend setzte ich mich auf den Bootssteg nahe unseres Häuschen. Dort fing ich zwei Rotfedern und als ich schon anfing, einzupacken, überraschenderweise noch einen Aal. Die anderen Tage blieben Ausflügen in die Berge und Fahrradtouren entlang des Seeufers mit Stops an den netten Restaurants und Uferpromenaden vorbehalten.